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Ja ich schwimme im Selbstmitleid!
Und ich schwimme in der Scheiße und keinem
geht es schlechter wie mir - genau, ihr habt alle recht !

Ich drückte die Klingel unseres Hauses voller Freude fest, bis mich der Anschlag hinderte, dass ich das dünne Plastik durchdrückt. Meine Mutter öffnete die Haustür, ich hatte meinen MP3- Player in den Ohren, es muss irgendwas zwischen Punk und Rock gewesen sein.
Mein Kopf ließ unendlich vielen Glückshormonen freie Bahn. Ich konnte mein Glück nicht fassen. Endlich, die nächtlichen Lerntouren hatte sich bewert gemacht. Unsere Zensuren in Chemie wurden in der Schule ausgeteilt und ich hatte nach langer Zeit einmal wieder eine drei. Ich war glücklich, meine Hände zitterten, als ich versuchte die Stöpsel, des Mp3-Players aus den Ohren zu ziehen. Dann konnte ich es nicht mehr halten: „Mama, stell dir vor, ich habe eine drei in Chemie!“ Sie drehte sich um, nahm die Hände vors Gesicht, mein Körper durchzog eine kalter Stich. Ich konnte nicht viel sagen nur: „ Der Befund ist da ?!“
Sie fing an zu weinen und sagte es wäre ein Tumor. Ich nahm sie in den Arm, doch sie werte sich. Sie weinte und hörte nicht auf. Alles um uns herum schien auf einmal so unwahr.
Ich drückte sie an mich, der Gedanke, dass sie krank ist bewirkte in mir, dass ich sie fest halten wollte. Nach einer Weile setzten wir uns an den Tisch und aßen zu Mittag. Alles wurde verschwiegen. Wir sollte eine starke Familie sein, eine Familie, die nie weit, die alles für sich behält, eine Familie, die niemals Schwäche zeigt.

Nach dem Besuch beim Frauenarzt trafen wir meinen Bruder und meinen Vater an.
Ich verzog mich in mein Zimmer, ich wollte nicht sehen, wie sie reagieren, wenn sie es erfuhren. Kurze Zeit später rief mich mein Vater auf meinem Telefon an und sagte, ich sollte meine Oma zurückrufen. Das tat ich dann auch, ich wollte keinen Stress mit ihm. Sie nahm ab und die erbärmliche Stimme der anderen Seite erinnerte nicht in geringster Form an die meiner Oma. Sie fragte ob sie und meine Tante nicht mal vorbei kommen dürften. Doch ich sagte, dass meine Mum dass nicht wolle. Sie brauchte Zeit, das wusste ich. Zumal sie die beiden eh nicht besonders mag. Ich legte auf und hatte Tränen in den Augen, ihre letzten Worte waren : „ Tina, du musst stark sein, du und dein Bruder, ihr dürft jetzt nicht weinen !“
Das Telefon lag in der Aufladestation, mein Zimmer war leer, nichts war für mich da, nichts und niemand. Die Einsamkeit erdrückte mich. Ich legte mich aufs Bett und weinte. Ich weinte stundenlang, bis ich beschloss hinunter zu gehen. Mein Bruder kam mir auf der Treppe entgegen, ziemlich weit unten. Er sah mich an, eine Träne verließ sein Gesicht und er drückte sich an mich. „Tina, wir dürfen nicht weinen, hör auf, wir müssen stark sein!“

Wir sehn uns wieder irgendwann
in Liebe Tina
28.2.05 17:13





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